Italiens Guide 2026 signalisiert einen Generationenwechsel
Der Guide Michelin Italien 2026 hat weit mehr getan, als nur ein neues Drei-Sterne-Restaurant zu küren. Hinter den Schlagzeilen offenbahrte die Auswahl ein Land inmitten einer Generationenübergabe, bei der junge Küchenchefs entschlossen ins Rampenlicht treten.
Zwei Küchen stiegen in die Zwei-Sterne-Klasse auf. Die Famiglia Rana unter der Leitung von Chefkoch Francesco Sodano in Oppeano bei Verona und I Tenerumi, wo Chefkoch Davide Guidara auf der Vulkaninsel Vulcano kocht, erhielten beide ihren zweiten Stern für eine unverwechselbare, persönliche Küche. Vor allem Guidaras gemüsezentrierte Menüs haben weit über Sizilien hinaus Aufmerksamkeit erregt.
Der Guide nahm zudem zweiundzwanzig neue Ein-Sterne-Restaurants auf, darunter das INEO in Rom und das Cracco Portofino an der ligurischen Küste. Auffallend ist, dass acht der neu besternten Köche fünfunddreißig Jahre oder jünger sind – ein Zeichen dafür, wie schnell Talente auf der gesamten Halbinsel heranwachsen.
Insgesamt zählt Italiens Auswahl für 2026 nun 394 Sternerestaurants innerhalb einer breiteren Liste von fast zweitausend empfohlenen Adressen. Von den Weinbergen des Piemonts bis zu den Inseln des Südens entsteht das Bild einer Landesküche, die gleichermaßen tief verwurzelt und ruhelos kreativ ist, getragen von einer neuen Generation, die bereit ist, sie voranzubringen.
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